Starnberger Seeleben

Die „Beckhams der Königsfamilie“ bei uns am Starnberger See?

Seegeflüster Januar 2020:

Kleine Royal-Audienz am Ostufer

Journalistischer Glücksfall: beim morgendlichen Semmelholen in Berg begegnet einem unserer Redaktionsmitglieder doch tatsächlich das britische Sussex-Paar, das unlängst (nicht nur) im Kingdom durch den Exit aus der königlichen Großfamilie für Furore sorgte. Etikette hin oder her: Bei einer solchen Begegnungschance zögert man nicht lang. Die Semmeln müssen warten. Also den Mut satteln, die Aufregung runterschlucken und höflich drauf los:

>> Prince Harry, Herzogin Meghan (oh je, welche Anrede wäre jetzt eigentlich richtig??) - willkommen in Berg! Dürfen wir, im Namen der hiesigen Seemenschen, kurz fragen, was Sie hierher führt? <<

Harry lächelt, sieht sich kurz um und wird sofort locker, als er sieht, dass keine Presse-Menge in Erscheinung tritt, Meghan lächelt auch (allerdings ihn, nicht mich, an).

H: „Wir sind nur auf der Durchreise. Der Name des Ladens zog uns an, passt irgendwie zu unserer Geschichte - „Alte Liebe“. Das bezeichnet exakt das zärtliche, etwas nostalgische und doch ewig bleibende Gefühl, das mich mit meiner Heimat verbindet.“

M: „Und nun da wir finanziell unabhängig sind, sind wir auch sehr aufmerksam, wenn sich Chancen bieten, das Haushaltsgeld aufzubessern." (dabei blickt sie unauffällig auf die Lottowerbetafel neben der Ladentür)

Hinter uns kommt Bewegung in (bzw. auf) die Straße und das Royal-Paar wendet sich bereits zum Gehen.

>> Eine Frage noch, Herzogin Meghan …

„Ja?“

>> Als moderne Fashion-Ikone haben Sie, obgleich die königliche Kleiderordnung und die britischen Temperaturen es verlangten, auf Seidenstrümpfe stets verzichtet – und auch hier und heute tun Sie das: frieren Sie eigentlich nie?

M. neigt den Kopf und hebt die Mundwinkel: „Mit Harry kriegt man keine kalten Füße.“

Ein flinkes „danke“ noch, ein flüchtiges royales Winken und schon sind beide wieder verschwunden, als wären sie nie hier gewesen.

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